AUFSÄTZE ZU EINER GANZHEITLICHEN THEOLOGIE

Esther Keller-Stocker

Krieger aus goy.de

Das Patriarchat

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Teil 1: ALT-ANATOLIEN (2. Jt. v. Chr.)

1. Über Alt-Anatolien

Anatolien (türk. Anadolu) oder Kleinasien gehört zu Vorderasien. «Vorderasien» ist ein anderer Begriff für «Naher Osten» und umfasst die Gebiete Anatolien, Kaukasien, Mesopotamien, Syrien, Palästina, die Arabische und die Sinaihalbinsel, das Armenische Hochland und das Iranische Hochland.

Vorderasien

Die Fläche Anatoliens beträgt 757.000 km² und macht heute 97 % des türkischen Staatsgebietes aus. Im Süden wird Anatolien vom Mittelmeer begrenzt, im Norden vom Schwarzen Meer, im Westen von der Ägäis und im Nordwesten vom Bosporus, dem Marmarameer und von den Dardanellen. Die östliche Grenze von Kleinasien ist nicht klar definiert. Der Einfachheit halber wird sie meist mit der östlichen Landesgrenze der Türkei gleichgesetzt. Die Größe Anatoliens entspricht etwa der Fläche von Deutschland, Österreich, Schweiz, Belgien, Niederlanden, Tschechien, Slowakei und Ungarn zusammen (1).

Vorderasien aus asien.net

Anatolien wird in sieben Regionen eingeteilt:

Anatolien

1. Marmararegion, 2. Zentralanatolien, 3. Ägäisregion, 4. Mittelmeerregion, 5. Schwarzmeerregion, 6. Südostanatolien, 7. Ostanatolien.

Die Hochebene Anatoliens ist von zwei Bergketten eingefasst, im Süden vom Taurus-, im Norden vom Pontus-Gebirge.

1.1. Taurus- und Pontus-Gebirge

Der Taurus (Toros Dağları) ist rund 1500 km lang und trennt das anatolische Hochland vom Mittelmeer und vom mesopotamischen Tiefland. Er beginnt im Südwesten der Türkei, folgt meistens der Mittelmeerküste und verläuft dann nördlich der syrischen Grenze entlang. Von Anatolien führen schmale Flusstäler und Gebirgspässe nach Süden. Dazu gehört die berühmte Kilikische Pforte. Zur Zeit der Hethiter führte der Pass zur wichtigsten hethitischen Hafenstadt Ura an der kilikischen Küste. Ein weiterer Durchgang nach Kilikien ist das Flusstal des Göksu und dessen Mündungsgebiet (2).

Im Osten Anatoliens entspringen die grossen Flüsse Euphrat (2736 km lang) und Tigris im «Inneren Taurus». Einer der beiden Quellflüsse des Euphrats, Murat, hat bereits eine Länge von 3380 km. Er entspringt im Bergmassiv nahe des Ararat. Der andere Quellfluss heisst Karasu (schwarzes Wasser) und fliesst durch die Provinzhauptstadt Erzurum. Im Keban-Stausee vereinigt er sich mit dem Murat zum Euphrat. Der Euphrat fliesst dann durch verschiedene Sperren in den Ländern Türkei, Syrien und Irak. Im Süden Iraks vereinigt er sich mit dem Tigris. Als Schatt al-Arab münden die beiden Flüsse im Persischen Golf (3).

Staudamm Keban Euphrat in Basra
Staudamm Keban aus «Encyclopaedia Britannica» aus wikimedia.org Boot auf dem Euphrat in Basra (Irak) aus wikimedia.org

Im Altertum war die Überquerung des Euphrats eine Herausforderung, die mit Flossen an geeigneten Stellen überwunden wurde. In der ersten Hälfte des 2. Jahrtausends v. Chr. trieben die assyrischen Händler ihre schwarzen Lastesel von Assur nach Kaneš (knapp 1000 km). Bei Ḫaḫḫum bot sich eine Überfahrt. Dazu schreibt Gojko Barjamovic:

Numerous records show that Ḫaḫḫum was a hub for goods coming from Assur and going to Kanes.
It was a place where caravans met, people crossed paths, and messages were exchanged on the trip to and from Anatolia (p. 87).

Das heisst in Ḫaḫḫum gab es Raststätten für die Händler und für mehreren hundert schwarzen Esel, die vor allem Textilien und das für die anatolische Metallindustrie begehrte Zinn nach Anatolien beförderten. Die Karawannen kehrten  mit Kupfer, Silber und Gold nach Assur zurück. Ḫaḫḫum konnte bis jetzt nicht lokalisiert werden, doch lag der Ort in der Nähe des Euphrats, den die assyrische Händler auf Flossen überquerten. Im 16. Jahrhundert v. Chr. kämpfte Ḫattušili I. gegen Ḫaḫḫum, und im 13. Jahrhundert v. Chr. Ḫattušili III. am selben Ort gegen die Kaskäer.

Trade Route Old Assyrian Caravans

Trade Route of the Old Assyrian Caravans across Upper Mesopotamia and Central Anatolia (2017) by Alessio Palmisano (4).

In Ostanatolien gab es verschiedene Wege durch das zerklüftete und steile Gebierge nach Zentral- und Nordanatolien. Dabei folgten die Menschen seit jeher den natürlichen Durchgänge, den Flusstälern. Ayşe Tuba Ökse weist darauf hin, dass bei ihren Erhebungen vier alte Hauptrouten auszumachen sind, durch die heute Autobahnen und Eisenbahnen führen. Die ortskundige Professorin schreibt:

Within the surveyed area, there are four main routes still followed by the modern highways and railways. Two roads connecting central Anatolien to eastern Anatolien are oriented east-west. One of these connects the northern part of central Anatolia while the other one leads to eastern Anatolia and connects the southern part to Sivas, where the two roads unite. The two routes connecting central Anatolia to the upper Euphrates basin are oriented northwest-southeast: the western route passes through Sarkisla and Altinyayla; while the eastern one passes through Sivas, Ulas, Kangal and Alacahan. Both routes reach the Malatya plain (5).

Nach dem Euphrat musste auch der Kizil Irmak (Roter Fluss) überquert werden. Seit alters her gibt es etwa bei Harabe in der Nähe von Kayalipinar (heth. Šamuḫa) (6) eine solche Möglichklichkeit. Hier kann man den Fluss auf dem Pferderücken mühelos passieren (7). «Auf dem Pferd reiten» ist aber erst seit dem 14. Jh. v. Chr. für Botschafter belegt (8). Šamuḫa (heute Kayalipinar ) (9) war ebenfalls eine wichtige Durchgangsstation der assyrischen Händler. Zur Hethiterzeit zerstörte ein Erdbeben die Stadt (15. Jh. v. Chr.) wie auch andere Städte etwa die südlicher gelegene Stadt Šarišša. Diese Städte wurden wieder aufgebaut. In Šamuḫa richtete darauf das hethitische Herrscherpaar Tuthaliya I. und Nikalmati den hurritischen Kult der «Göttin der Nacht» aus Kizzuwatna (Kilikien) ein. Die «Göttin der Nacht» wird mit Ištar von Šamuḫa gleichzusetzen (10). Ištar von Šamuḫa ist bekannt, weil sie im 13. Jh. v. Chr. den Grosskönig Ḫattušili III. als totkrankes Kind genesen liess mit der Bedingung, dass er ihr Diener/Priester werde (11). Sie blieb sein Leben lang seine Schutzgöttin.

Das pontische Gebirge (türkisch: Kaçkar Dağları) schliesst das anatolische Hochland im Norden ab. Es erstreckt sich etwa 1000 km entlang der südlichen Schwarzmeerküste. Der höchste Gipfel erreicht Kaçkar Dağı mit knapp 4000 m (12). Das Pontische Gebirge gehört wie der Taurus im Süden Anatoliens zur alpidischen Kettengebirge, die von den Pyrenäen und Alpen bis zum Himalaya verläuft (13).

1.2. Kupfer

Die ältesten kupferne Fundstücke sind verwitterte Malachit-Stücke (oxidiertes Kupfer), aber bald fand man auch natürliches Kupfer – das man « gediegenes Kupfer» nennt. Man konnte es zunächst einfach von der Oberfläche auflesen. Bastian Asmus (14) zeigt auf einer Karte «neolithische Siedlungen und Metallnutzung» die ältesten Fundorte von Malachit, Kupfer und deren Verarbeitung: So wurde vor mehr als 10'000 Jahren Malachit in der Höhle Shanidar (Nordirak und in der nahe gelegenen Siedlung Zawi Çemi aufgelesen. In Anatolien fanden neolithische Menschenw/m Malachit in Halam Çemi. In Çayönü Tepesi wurde erstmals neben Malachit auch Kupfer verarbeitet. Aber auch im Zagreb-Gebirge auf dem Balkan gab es Fundorte von Kupfer, Malachit und Azurit. Wissenschaftler vermuten, dass das grünliche Kupfergestein zunächst zermahlen und als Färbemittel für Wände, Gesichter und zur Dekoration von Totenmasken verwendet wurde (15).

Kupferfunde in Anatolien

«Das älteste Kupfer der Welt» in «archaeometallurgie.de»

Die älteste Kupferverarbeitung begann im 7. Jahrtausend v. Chr. in Cayönü im Taurus-Gebirge. Der Ort befindet sich am nördlichen Ufer des Boğazçay, einem Nebenfluss des Tigris in Südost-Anatolien (16). Bereits im 8. Jt. v. Chr. wurde «gediegenes Kupfer» durch Hämmern und Schleifen in Form gebracht. Auch wurde das Kupfergestein erhitzt bis es weich wird und dann in mühsamer Arbeit in Form pgehämmert und geschliffen (17). Die ältesten Kupferobjekte sind Kupferperlen, Anhänger und „Röhrchen über Holzspitzen“ (18). Sie stammen aus dem 8. und 7. Jt. v. Chr. und wurden in Çayönü Tepesi, Catal Höyük und Aşıklı Höyük gefunden. Johannes Lehmann notiert, dass in der berühmten Stadt Catal Höyük beim Skelett einer jungen Frau ein Streifenrock gefunden wurde, dessen Enden mit kleinen Kupferzylinder beschwert waren, auch fand man Erzschlacke und geschmolzenes Blei, die in die frühe Jungsteinzeit zurückgehen (19).

Im 7. Jt. v. Chr. gab es an diesen Orten Werkstätte für Werkzeuge und Waffen. Berühmt ist etwa der kupferne Keulenkopf aus Can Hasan, der wohl einem König gehört hatte (20). Zwischen 6000 und 5000 v. Chr. begann der eigentliche Bergbau und der Verhüttung des Metalls. Die ältesten Funde wurden in Serbien gemacht (21), doch auch in Anatolien gibt es Hinweise für das Schmelzen von Kupfergestein aus jener Zeit.

Kupfer Verbreitung im Altertum

Johannes Müller, «Kupfer, Megalithen und neue Technologien», S. 303

Aus einer Karte von Johann Müller ist ersichtlich, wie sich die Kupfer-Verarbeitung während Jahrtausenden in Anatolien und über die Dardanellen in den Balkan und Russland ausbreitete: In Mesopotamien wurde die Technik von der Obed-Kultur (5500-3500 v. Chr.) (22) übernommen. Im 4. Jahrtausend v. Chr. dehnte sich die Kupfer-Verarbeitung von dort in das Kaukasus-Gebiet aus bis ins Gebiet der Kura Aras-Kultur nördlich des Van-Sees und verbreitete sich weiter bis nach Majkop in Südrussland (23). In Majkop vermutet man heute den Ursprungsort der indogermanischen Nešiter (Hethiter). - Diese Karte zeigt auch wichtiger Handelsrouten im Altertum. Denn nicht überall besassen die Menschen Kupfer, es musste geliefert werden. Es ist ein schönes Beispiel für die internationalen Handelsbeziehungen, die nicht eine moderne Erfindung ist sondern bis weit ins Altertum hinein reicht.

In Anatolien wurde im 5. Jt. v. Chr. südlich des Pontus-Gebirges Kupfer in hoher Reinheit entdeckt, auch Silber und Gold. Das Erz wurde zunächst an der Oberfläche eingesammelt. Anfangs des 3. Jt. v. Chr. entstand in Derekutuğun (24) das älteste Bergwerk Anatoliens. Das ausserordentlich reine Kupfer wurde von da an tonnenweise abgebaut. Ünsal Yalçin schreibt, dass auch heute noch in diesem Gebiet nach jeder Regenperiode Kupferstücke sowie Gold gefunden werden. Und fürchtet um die zukünftigen Ausgrabungen, denn «das Gold wird die Begierde der Konzerne wecken» (25).

Wie man sich ein solches Bergwerk in der Bronzezeit vorstellen soll, zeigt der Dokumentarfilm «die Minen des Hephaistos». Er zeigt ein Bergwerk im Sinaigebiet, in Fenan im Wadi Arabah zwischen Israel und Jordanien und wird auf das 4. Jt. v. Chr. datiert. Darin wird geschildert wie Massen von Arbeitern Tag für Tag das grüne Gestein aus den Wänden hämmerten und dabei allmählich immer tiefere Löcher in den Fels gruben. Es war ein harter Job in höllischer Hitze, bei knapper Luft und miserablen Lichtverhältnissen. Im Film wird erzählt, wie Männer stundenlang in den niedrigen Höhlen knieten und das Gestein im Akkord klopften. Tonnen von Erz schleppten sie aus der dunklen Arbeitsstätte. Die riesigen Schlackenberge, die man heute sehen kann, sind Beweise für die Mammutleistung der Bergleute. Die Erze kamen anschliessend in die umliegenden Siedlungen, wo sie zu Metall verarbeitet wurden.

Um aus Kupfergestein aus den Bergwerken reines Kupfer herstellen zu können, benötigte man eine konstant hohe Hitze. Kupfer schmilzt bei knapp 1‘100° Celsius. Dazu schreibt Johannes Müller:

Im Gegensatz zu anderen Gebieten der Welt können verschiedene neolithische Gemeinschaften des Vorderen Orients bereits relativ früh mit hohen Temperaturen umgehen.

Aber wie gelang dies den Leuten, die keine modernen Hochöfen hatten? Eine Lösung waren die langen Blasrohre. Dabei sassen die Leute stundenlang da und bliesen. So konnten sie die Glut mit dem gebündelten Luftstrom konstant hochhalten (26), eine anstrengende Arbeit, die wohl auch schwere Lungenerkrankungen erzeugte. Doch der Film zeigt eine weitere, weit angenehmere und effizientere Lösung, wie Kupfergestein geschmolzen wurde: Mit dem Lehmofen. Der Ofen wird an eine exponiert windige Stelle gestellt. Durch die konstante Luftzufuhr erreicht das Feuer im Ofen hohe Temperaturen: Der Ofen besteht aus vielen Löchern, die meisten zunächst mit Holzstücke verstopft. Im Ofen wird bei kleiner Luftzufuhr Feuer angefacht. Wenn es so richtig brennt, werden alle Holzstücke herausgenommen und der konstante Wind treibt im Kamineffekt die Gluthitze bis über 1200 °C in die Höhe. Nach Stunden konstanter Hitze fliesst Schlacke aus den Öffnungen. Zeit an das geschmolzene Kupfer zu kommen. Dazu muss der Ofen zerstört werden (27).

Alaca Höyük - Grabbeilagen nach Müller-Karpe

«Alaca Höyük, burial «L» after Müller-Karpe, 1974 (28).

Metallhwerkstätte fand man etwa in Ḫattuša (Boğazköy) und Artefakten in den Gräbern von Ahlatlibel, Horoztepe, Arinna, Mahmatlar. Vor allem die Fürsten-Gräbern von Alaça Höyük zeugen von hoher metallurgischen Kunst: Sie wurden zwischen 2850 und 2450 v. Chr. angelegt und beinhalten wertvolle Grabbeigaben wie menschen- und tierförmige Figurinnen, Waffen, Schmuck und Metall- und Tongegenstände sowie die berühmten Bronzestandarten. Die Metallobjekte bestanden aus Kupfer, Gold, Silber und Elektron. In einem Fürstengrab fand man sogar einen Dolch aus Eisen mit goldenem Griff. Das Eisen war aber nicht aus Meteoritengestein, wie man das für diese Zeit erwarten würde, sondern irdisches Eisen mit ca. 2,5 % Nickel (29).

1.3. Sozialer Wandel

Mit der Metallurgie began eine Umwälzung der bisherigen Sozialordnung: Überall im ganzen Alten Orient und Kleinasien, wo die Leute sich auf die Gewinnung von Metallen spezialisiert hatten, entstand unsagbarer Reichtum, und die Gesellschaftsformen veränderten sich tiefgreifend von einer egalitären Sozialordnung in eine Hierarchie von reichen, mächten Fürstenw/m und deren Untertanenw/m. - In der Fachliteratur ist aber fast ausschliesslich von Männern die Rede ob als Fürsten oder als Bauer, als Grubenarbeiter oder  Priester. – In der Wissenschaft existieren nur Männer, Männer, Männer. Und so werden auch ALLE zivilisatorischen Leistungen den Männern angerechnet. - Doch eine Gesellschaft besteht aus Männern und Frauen, aus Mädchen und Knaben. Und so frage ich mich, wo ist eigentlich die weibliche Bevölkerung geblieben?

1.3.1. Bergbau und Frauen

Was Bergbau und Verhüttung von Metallen betrifft, vermittelt die Fachliteratur den Eindruck, als hätten nur erwachsene Männer an diesen Orten gewirkt. So ist im Dokumentarfilm «die Minen des Hephaistos» (4. Jt. v. Chr.) ausschliesslich von Männern im Bergbau von Sinai die Rede. Es wird dann aber stillschweigend auch das Mitwirken von Frauen und Mädchen bei der Gewinnung von Kupfer angenommen und ganz kurz gezeigt.

Bläser um die Glut für die Kupfergewinnung zu erhöhen


aus dem Doku-Film terra-x «die Minen des Hephaistos»

Bläser und Bläserinnen um die Glut des Feuers so zu erhöhen, um das Kupfer aus dem Gestein herauszulösen. Diese Leute dürften an schweren Lungenerkrankungen gelitten haben/gestorben sein.

Dasselbe beim Abbau von Ton und die Herstellung von Keramik. Doch dann finde ich im Internet eine griechische Votivtafel, auf der eine junge Frau einen Kübel Lehm in Empfang nimmt, oder kürzlich war auf Facebook (03.03.2021) zu erfahren, dass bei den alten Griechen Frauen seit jeher bei der Herstellung von Keramik eine dominante Rolle gespielt haben (30).

Töpferei in Korinth


«Korinthische Votivpinax aus Penteskouphia, Prozess der Keramikproduktion: Abbau des Tons» (6. Jh. v. Chr.), aus wikimedia.com

Das Bild links zeigt eine Frau, die den zu verarbeitenden Ton entgegennimmt.
Ich denke, auch in Anatolien haben Frauen in der Töpferei mitgeholfen.

Amphora 8. Jh. v. Chr.

 

Amphora, from Athens, the Sub-Dipylon Group, 735-720 BC. National Archaeological Museum of Athens, no. 223,
aus wikimedia.org

Belege für Frauen in Bergwerken habe ich für die Kupfer- und Bronzezeit in Anatolien nicht gefunden. Da aber im Altertum die Menschen keine hohe Lebenserwartungen hatten, und es immer wieder zu Katastrophen wie Überschwemmungen, Krieg, Unfälle oder Krankheiten kam, die auch Metallarbeiter und Schmiede dahinraften, möchte ich ihre Situation mit der von Europa in späterer Zeit vergleichen. So weist etwa «viasalis.at» darauf hin, dass aus dem frühen Mittelalter Darstellungen von Bergmännern und Bergfrauen auf Altarbildern, in Liederbüchern und auf Titelblättern von Bergordnungen zu sehen sind. Die Männer arbeiteten untertags, die Frauen waren meist obertägig tätig.

Bergbau war Männersache. Frauenarbeit geschah vor allem bei Hilfsarbeiten und in der Aufbereitung,
neben dem Erzklauben waren Frauen meist bei der Erzwäsche eingesetzt. «Austria-Forum»

«viasalis.at» schildert, dass je nach Situation, Frauen in den Bergwerken hart arbeiteten. Ging den Männern aber die Arbeit aus, wurden die Frauen weggeschickt. Im 16. Jahrhundert fürchteten die Bergmänner im österreichischen Schwaz, wo es Kupfer- und Silbervorkommen gibt, um ihren Job, weil die Frauen 1/3 eines Männerlohnes bekamen und deshalb eher eingestellt wurden (31). - Ursprünglich zerkleinerten Frauen Erzstücke von Hand mit Schlägel und Klopfsteinen. Als die Wasserrad betriebenen Pochwerke erfunden worden waren, verdrängten Bergmänner ihre Kolleginnen. Um sie vom Bergwerk fern zu halten, erfanden die Männer die Mär, dass Frauen im Bergwerk Unglück bringen.

Frauenarbeit war auch in den Salinen im Salzkammergut üblich. Frauen zerkleinerten das Salz, befeuerten die Sudpfannen und übernahmen Transportarbeiten in den Salzmagazinen. In Hallstatt trugen die «Kerntragweiber» Salzsteine in 40 kg schweren Rückenkraxen vom Salzberg ins Tal. Ende des 19. Jahrhunderts wurde diese schwere Arbeit von Männern übernommen.

Bergabbau 01 Bergabbau 02
Ideales Bild aus dem Leben der Menschen in der Bronzezeit in der Hallstätter Bergwerken.
Von D. Groebner/Hans Reschreiter in Naturhistorisches Museum, aus wikimedia.org

Auch hat man in Hallstatt (Österreich) Sklette von Frauen und Kinder gefunden, die Spuren von harter Arbeit aufweisen. Dazu schreibt Miriam Sénécheau:

Die Ergebnisse aus Hallstatt stellen die bisherige Vorstellung, dass dort nur Männer im Berg arbeiteten, in Frage –
und damit indirekt auch viele in Schulbüchern wiedergegebene Abbildungen zum Bergbau als alleinige Domäne erwachsener Männer (32).

Im 19. Jahrhundert schufteten Frauen und Kinder in Kohlenlagern vor allem in Frankreich und England als billige Arbeitskräfte unter unmenschlichen Bedingungen. Die untertägige Frauen- und Kinderarbeit wurde aber - nicht zuletzt wegen dem gesellschaftskritischen Roman «Germinal» von Emile Zola - in fast allen europäischen Staaten verboten. Trotz Verbot rackerten sich während des 1. Weltkrieg wieder bis zu 100‘000 Frauen in Bergwerken ab neben Kinder und Haushalt. Als die Männer nach dem Krieg wieder in die Bergwerken kamen, wiesen sie die Frauen an den heimischen Herd zurück. Eine UNO- Resolution verbot 1946 weltweit die Untertagsarbeit von Frauen, doch in China, Thailwand und Südamerika ist sie heute noch weit verbreitet. - Meines Erachtens kann manw/m aus solchen Informationen darauf schliessen, dass auch im Altertum Frauen in Bergbau und Erzverarbeitung gearbeitet hatten, auch wenn die Beweislage dürftig ist und noch der intensiven Forschung harrt.

Dasselbe gilt für die Schmiede. Schaut man im Internet unter «Schmiede + Frauen» so gelangt man auf die Seite «Museum Geiserschmiede». Da steht, dass das (Eisen-)Schmiedehandwerk zumindest keine reguläre Frauenarbeit gewesen sei. Dafür waren die Frauen der Schmiede verantwortlich für die Landwirtschaft und dass alle - Meister, Gesellen, Kinder - genügend zu essen hatten. Sie hatten für angemessene Schlafmöglichkeiten zu sorgen und die die Kleider aller in Ordnung halten. Standen die Männer bei Tagesanbruch auf, mussten Hausfrau und Töchter noch früher aufstehen, Frühstück zubereiten und Vieh melken. Daneben halfen die Frauen bei der Buchführung und brachten die Schwiedewaren auf Handkarren zum Verkauf auf den Markt. Weiter steht:

Da die mithelfenden Familienangehörigen keine Bezahlung erhielten, waren sie billige Arbeitskräfte und boten dem Handwerkmeister somit Wettbewerbsvorteile.

Starb der Schmied, übernahm seine Frau die Schmiedewerkstatt, bis ein geeigneter Nachfolger gefunden war. Auf der Webseite «Museum Geiserschmiede» ist Johanna Geiser erwähnt, die nach dem frühen Tod ihres Mannes 1877 ein Jahr lang die Schmiede allein führte. Ihre Schwiegertochter Maria Geiser leitete einige Jahre lang nach dem Tod ihres Mannes alleine den Schmiedebetrieb. Vergleicht manw/m diese Situation mit dem Altertum, so wurde in Catal Höyük etwa kaum jemand älter als 40 Jahre alt (33), oder im «Gelübde der Puruhepa» (13. Jh. v. Chr.) starben ganze Familien wegen einer unbekannten Krankheiten. – Überlebte die Frau den Schmid, dürfte sie analog zu Euorpa die Arbeit ihres Mannes übernommen haben bis ein geeigneter Nachfolger gefunden war.

1.3.2. Eine Königin von Alaça Höyük

Anatolien hat mit der Entdeckung des reinen Kupfers im Norden, aber auch die ergiebigen Gold- und Silbermienen ein besonderes Los gezogen. Überall entstanden Metallwerkstätten, blühende Dörfer und Städte. Die Schmiedew/m waren für ihre Innovationen in der damaligen Welt berühmt. Dazu kamem Töpferscheiben, Zinnbronze und Eisen hinzu (34). Eine Ahnung vom Reichtum in Anatolien fanden Archäologen in den Königsgräbern der hattischen Stadt Alaça Höyük. Über Alaça Höyük schreibt Ünsal Yalçin (35):

Der Ort liegt auf einem Hügel (türk. Höyük) in der fruchtbaren Hochebene im nördlichen Zentralanatolien mit leichtem Zugang zu metallischen Fundorte. Archäologenw/m fanden 14 reich ausgestattete Gräber aus der Zeit zwischen 2850 und 2450 v. Chr. In einer Steinkiste lag jeweils ein Skelett. Rinderknochen im Grab deuten auf rituelle Opfer. Wertvolle Grabbeilagen wie menschen- und tierförmige Figurinen, Waffen, Schmuck und Metall- und Tongegenstände sowie die berühmte Sonnenstandarte lassen darauf schliessen, dass hier die «Fürsten» oder «Könige» der Stadt beerdigt wurden.

rekonstruierter Kopfschmuck der Königin Puabi

Die Metallobjekte bestanden aus Kupfer, Gold, Silber und Elektron. In einem Fürstengrab fand man sogar einen Dolch aus Eisen mit goldenem Griff. Das Eisen war aber nicht aus Meteoritengestein, wie man das für diese Zeit erwarten würde, sondern aus irdischem Eisen mit ca. 2,5 % Nickel (36).

Für die Datierung der Königsgräber wurde an der ETH Zürich Radiokarbon-Analysen durchgeführt. Dazu schreiben Ünsal Yalçin und H. Gönül Yalçin:

Nach bisherigen Radiokarbondaten (einschliesslich der älteren) kann das zweite Viertel des 3. Jahrtausends als bestmögliche Datierung vorgeschlagen werden. Diese Datierung ist wiederum konform mit dem Grab der Königin Pua’bi von Ur, das bekanntlich in ca. 2650 v. Chr. datiert wird (37).

Rekonstruierte sumerische Kopfbedeckungsketten im Grab von Puabi
im British Museum, wikimedia.org.

Die Königsgräbern wurden von von den türkischen Wissenschaftlern R. O. Arik und Hamit Kosay in der Zeit von die 1935 und 1948 ausgegraben. Sie lagen ausserhalb der Stadt Alaça Höyük und sind typische Schachtgräber in rechteckiger Form, mit der längeren Kante in Ost-West-Richtung angelegt, 6 bis 30 m2 gross. Die Schächte waren mit langen Holzbalken in Ost-West-Richtung und mit kürzeren Querbalken abgedeckt und mit Lehmdecke verschlossen. In den Gräbern befanden sich weibliche und männliche Skelette, ausnahmslos in Hockstellung mit dem Kopf nach Westen und das Gesicht nach Süden zugewandt. Diese Ost-West-Lage orientiert sich am Lauf der Sonne: Im Westen geht die Sonne unter und nimmt den Totenw/m mit sich in die Totenwelt, um am Morgen im Osten wieder aufzugehen, wiedergeboren zu werden. Diese Orientierung ist uralt und war schon bei den Neanderthalern üblich wie Marie E. P. König darauf hinwies (38).

In den Gräbern befanden sich wie erwähnt viele kunstvoll gearbeitete Gegenstände aus Gold, Silber und Elektron, aber auch aus Bronze und Meteoreisen sowie Werkzeuge und Gefässe. Es sind persönliche und herrschaftliche Gegenstände und Kultobjekte wie die kunstvoll angeordneten Scheibenstandarten und die vielen Stier- und Hirschfigürchen, wobei der Stier für den Wettergott und der Hirsch für die Sonnengöttin steht (39). Auf der Lehmdecke, die das jeweilige Grab verschloss, lagen Schädel und Beinknochen geopferter Stiere, Kühe und Ziegen (40).

Steinwand aus Alaca Höyük

Steinmauer aus Alaça Höyük von Izabela Miszczak, Facebook

Johannes Lehmann weist auf die neue Kulturform hin, die sich in diesen Gräbern seit der neolithischen Zeit von Catal Höyük manifestieren. Er schreibt:

Nach einer Zeit stereotyper Wiederholungen und gegenseitiger Beeinflussung ist hier anscheinend eine eigene Form entstanden, obwohl die Motive die alten sind (41).

Trevor Bryce sieht gewisse Ähnlichkeit mit den indogermanischen Gräbern im Majkop-Gebiet. Da man heute davon ausgeht, dass die Hethiter ursprünglich von diesem Gebiet stammt, zu dem auch ein Teil des Kaukasus mit Goldvorkommen gehörte, kann man sich gut vorstellen, dass eine verwandtschaftliche Verbindung seit Mitte des 3. Jahrtausend v. Chr. zwischen Hattiern und diesen Indogermanen bestand (42).

Goldenes Zwillingsidol aus Alaca Höyük

Goldenes Zwillingsidol aus Alaca Höyük Königsgräbern in Grab H geborgen. Ankara Anatolian Civilizations Museum (google.translate) aus Aktüel Arkeoloji.

Die prunkvollen Gegenstände wie Waffen, Schmuck, Edelmetall sowie Barren und Werkzeuge, die den «Schatz des Priamos» von Troja in den Schatten stellen (43), lassen auf die Gräber einer herrschenden Elite denken, bei deren Beerdigung grossartige Feste durchgeführt wurde. Zu dieser Elite gehörten auch die Handwerkerw/m mit ihren filigranten Kunstwerken. Das best erhaltene Grab A gehörte aber nicht einem König sondern einer mächtigen Regentin, wie sie Ünsal Yalçin im Aufsatz «Zinn für eine Königin» beschreibt:

Das Grab befand sich in einer Tiefe von 8,60 m und mass 4,0 x 3,0 m. Der Leichnam war bei der Freilegung in ein Tuch eingewickelt und vollständig erhalten. Das rechteckige Grab war im Westen mit einer Steinmauer begrenzt. Auf der Mauer befanden sich zwei polierte Tongefässe und weitere Kupfer- und Silberobjekte. Auf der dünnen Lehmschicht (Lehmziegel) der Grababdeckung waren zwei Stierköpfe, vier Paar Kuh- bzw. Stierhinterläufe und Knochen einer Ziege gefunden worden. Unterhalb der Holzbalken wurde das Skelett gefunden, das von reichen Grabbeigaben begleitet war. Die Frau trug ein goldenes Diadem, zwei goldene Armreifen, ein paar goldene Ohrringe und Perlen aus Gold, Hämatit, Chalzedon, Bergkristall und Fritte. Ausserdem wurde im Grab drei „Gürtelschnallen“ aus Gold gefunden. Zwei Schnallen enthielten eine golden Nadel, die dritte eine eiserne. Gerade die eiserne Nadel war für damalige Zeit ein teurer Gegenstand, der Könige vorbehalten war.

Sonnenstandarde aus den Königsgräbern von Alaça Höyük

Dann zählt der Autor zählt auf, was sich in diesem Grab vorfand:

Am Fussende des Leichnams lag ein Holzgefäss mit einem Kupferdeckel. Je ein Holzstock mit silbernen Knauf zierte die beiden Seiten des Skeletts. Am Kopfende lagen eine Hirschfigur, die wohl an einem mit Silber verzierten Holzstock aufgesteckt war, dazu drei der berühmten Sonnenstandarten, die heute bestaunt werden.

Sonnenscheibe aus den Königsgräbern des Anatolischen Zivilisationsmuseums von Alaça Höyük Ankara (google.translate), aus Aktüel Arkeoloji

Dazu kamen ein Kupferspiegel, ein Kamm, hakenförmige Kupfergegenstände, ein Bündel Nadeln sowie Pfrieme und Metallstücke aus Gold, Silber und Kupfer zum Vorschein. Ausserordentlich ist auch das Objekt, das man am Kopfende gefunden hat in Textil eingewickelt. Der Stoff zerfiel bei der Aufbewahrung im Museumdepot. Aber das Objekt war ein Zinnstück, wie man nach genauerem Hinsehen herausfand, der älteste Zinnfund aus einem Grab im Vorderen Orient. In Anatolien kennt man zwei Orte in denen Zinn vorkommt: in Kayseri-Hisarcik und in Nigde-Kestel. Dieses Zinnstück (und mehrere Zerbrösel) stammen aus Kayseri, wo Spuren von Bergbau nachgewiesen werden konnte.

Das Begräbnis einer hattischen Königin

Das Begräbnis einer hattischen Königin nachgestellt, aus Aktüel Arkeoloji (türkisch-deutschen Übersetzung ‚google.translat‘ wird die Königin als hattischer «König» bezeichnet)


Mit diesen Angaben kommt Ünsal Yalçin zum Schluss, dass es sich um das Grab einer Herrscherin handeln muss. Die Sonnenstandarten und die Hirschstatuette schliessen darauf, dass sie eine Hohepriesterin war, und die vielen Metallstücke, Goldbleche und -folien, das Zinnstück und Geräte für eine metallhandwerliche Tätigkeit zeichnet sie überdies als Handwerkerin aus (44).

Bilder aus Alaça Höyük von Izabela Miszczak, Facebook
Goldene Kette aus Alaca Höyük Sonnendiscs aus Alaca Höyük Grab aus Alaca Höyük
Goldene Halskette Sonnendiscs Grab

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Literaturhinweise

  1. http://www.easternturkeytour.org/de/anatolien.html
  2. Horst Klengel, «Geschichte der Hethiter», S. 3; Trevor Bryce, «Life and Society in der Hittite World», S. 91.95 u.a.
  3. «Euphrat» in wikipedia, 12.03.2020
  4. Gojko Barjamovic, «a Historical Geography of Anatolia in the Old Assyrian Colony Period», 2010, S. 25.103f.
  5. A. Tuba Ökse, Ancient Mountain Routes connecting central Anatolia to the upper Euphrates region, p. 3 aus «Research Gate»
  6. «Šamuḫa» in wikipedia, 22.06.2018
  7. A. Tuba Ökse «…. at this point the river can be crossed on horseback»
  8. Frank Starke, «Reiterei im Alten Orient» in «Der neue Pauly» aus academia.edu
  9. Andreas Müller-Karpe/Vuslat Müller-Karpe, «Untersuchungen in Kayalipinar 2017 und 2018», MDOG 151/2019, S. 220
  10. Andreas Müller-Karpe/Vuslat Müller-Karpe, «Untersuchungen in Kayalipinar 2017 und 2018», S. 222, MDOG 151/2019
  11. Sara E. Kimball and Jonathan Slocum, «The Apology of Hattusilis III» in «The University of Texas at Austin, Linguistics Research Center»; Trevor Bryce, The Kingdom of the Hittites, S. 296
  12. Wikipedia „pontisches Gebirge“; Andreas Schachner, Hattuscha, S. 34
  13. Alpidischer Gebirgsgürtel vgl. wikipedia „Aladaglar“
  14. Bastian Asmus, «das älteste Kupfer der Welt» in «archaeometallurgie.de», 22.11.2013
  15. Dokumentarfilm «die Minen des Hephaistos»
  16. Çayönü in wikipedia, 11.07.2020
  17. DOKU Terra X , 78: Video  «die Minen des Hephaistos», 4 min.
  18. T. Birch, T. Rehren, E. Pernicka, «The Metallic Finds from Çatalhöyük», S. 307 aus «Research Gate»:
    «Array, …. Beads, pendants and tubes (around wooden pegs»
  19. Johannes Lehmann, «Die Hethiter – Volk der tausend Götter», S. 122.127
  20. Bastian Asmus, «das älteste Kupfer der Welt» in «archaeometallurgie.de», 22.11.2013
  21. Die ältesten Bergwerke der Welt entstanden zwischen 5400-4500 v. Chr. auf dem Balken. In Pločnik, Serbia II
  22. Obed-Zeit in wikipedia
  23. Johannes Müller, „Kupfer, Megalithen und neue Technologien“, S. 302f. aus «academia.edu»
  24. Die ältesten Bergwerke entstanden zwischen 5400-4500 v. Chr. auf dem Balken. In Pločnik, Belovode und Jarmovac haben zahlreiche der Belege für die gesamte Prozesskette vom Erz zum Objekt geliefert: Neben Malachitperlen haben die Ausgräber auch Kupferfunde, sowie Kupferverhüttungsschlacke zu Tage gefördert; vgl. Link: Serbia II
  25. Ünsal Yalcin, Ruhr-Universität Bochum: «Früher Bergbau und Metallurgie in Anatolien»
  26. Dokumentarfilm «die Minen des Hephaistos», 6 min.
  27. Johannes Müller, „Kupfer, Megalithen und neue Technologien“, S. 302f.; Dokumentarfilm «die Minen des Hephaistos», 31 min.
  28. In «Early Bronze Age Troy» von Ernst Pernicka, Sinan Ünlüsöy, Stephan W.E. Blum, aus «academia.edu»
  29. Wikipedia «Geschichte Anatoliens» und «Alaca Höyük; Andreas Schachner, «Hattuscha», S. 53, 266; Jens Nieling, «Die Einführung der Eisentechnologie», S. 39f. aus  «Bonner Jahrbücher»
  30. Max G. Levy, «Were Women the True Artisans Behind Ancient Greek Ceramis?» «SAPIENS», 23.07.2020 - Als wir in den 80er Jahren die Pfallbauten in Überlingen am Untersee besuchten, zeigte uns ein Professor, dass hier Keramik vorwiegend von Frauen hergestellt wurde. So passten seine Finger nicht in die Einbuchtungen der Tonschalen, meine aber schon. Er erklärte auch, wie die Leute damals die Temperaturen im Keramikoffen gemessen haben. - Anhand des Tones, der je nach Temperatur unterschiedlich zu hören war.
  31. Bergbau und Frauen» in viasalis.at
  32. Miriam Sénécheau, «Natürliche Arbeitsteilung zwischen Mann und Frau? Rollenmodelle in Schulbüchern» in
    Ich Mann. – Du Frau», S. 78
  33. Johannes Lehmann, «Die Hethiter – Volk der tausend Götter», S. 118 aus «EPDF»
  34. Video „die Minen des Hephaistos“, 12-14 min.; Andreas Schachner, Hattuscha, S. 53. 267
  35. Ünsal Yalçin «Zinn für eine Königin» aus «academia.edu»
  36. «Geschichte Anatoliens» und «Alaça Höyük» in wikipedia; Andreas Schachner, « Hattuscha»; Jens Nieling, Die Einführung der Eisentechnologie, S. 39f. in «Bonner Jahrbücher»
  37. Ünsal Yalçin und H. Gönül Yalçin, «Könige, Priester oder Handwerker?» Der Journalist Johannes Lehmann verweist in «die Hethiter» auf die grosse Ähnlichkeit dieser Gräber mit denen von Mykene. Doch diese stammen nach «Mykene» in wikipedia.org. (04.12.2020) aus der Mitte des 16. Jh. v. Chr., sind also mehr als 1000 Jahre jünger.
  38.  Marie E. P. König, «Unsere Vergangenheit ist älter», S. 38
  39. Volkert Haas, «Geschichte der hethitischen Religion», S. 432
  40. Ünsal Yalçin «Zinn für eine Königin», S. 72. Nur von «Gebeinen von Stieren» schreiben Ünsal Yalçin und H. Gönül Yalçin in «Könige, Priester oder Handwerker?», S. 93.
  41. Johannes Lehmann, «Die Hethiter – Volk der tausend Götter»
  42. Trevor Bryce, «the Kingdom of the Hittites», p. 14; Johannes Lehmann, «Die Hethiter – Volk der tausend Götter», S. 179
  43. Johannes Lehmann, «Die Hethiter – Volk der tausend Götter», S. 179
  44. Ünsal Yalçin, «Zinn für die Königin» aus «academia.edu»

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