Aufsätze zu einer ganzheitlichen Theologie

von ESTHER KELLER-STOCKER

Das Pariarchat

Krieger

Die Göttin hinter der Bundeslade

'die Bundeslade', Gebr. von Limburg Sonnengöttin von Arinna Tenne virginMary Sonnengöttin, sps

Anatolien 3./2. Jt. v. Chr.

Kupfer verarbeiten tote hattische Königin Königsschmuck der Königin Puabi Priesterin der Kamrusepa

Inhalt: z.B. I. Sam. 4

Inhalt der Webseite ist die Beschreibung unseres europäischen Patriarchats und ihre religiösen Wurzeln. Im Zentrum stehen Originaltexte, die ich nach den ursprünglichen Inhalten abfrage. Ein anschauliches Beispiel ist etwa I. Sam. 4. Hier ist von der Bundeslade Jahwes die Rede, im Verlaufe des Textes aber nur noch von der 'Lade Jahwes (hebr. Aaron Jhwh), den Göttern (plural)'. Aaron ist eigentlich ein Name und kein Gegenstand. Fragt man sich, wo im 2. Jahrtausend v. Chr. die Kombination Aaron Jhwh vorkommt, fällt sie auf Arinna-Hepat, der hethitischen Staatsgöttin. Im Alten Testament verkommt Aaron zum Fussschemel. Doch bringen Theologen sie einfach nicht los. Und so taucht sie wieder auf in der Muttergottes Maria, der neuen Bundeslade.

Kommentar zu C. G. Jung

Eine aktuelle Arbeit ist der kritische Kommentar zu «Symbole der Wandlung» von C. G. Jung. In der ersten Fassung bin ich der Interpretation von C. G. Jung zur Schrift von Miss Millers gefolgt. Aber seine Ansichten gehen an Miss Millers Problem vorbei. Dass ein Marineoffizier, der nachts singt, bei Miss Miller erotische Gefühle auslöst, ist klar, aber dass sich aus dieser Situation eine mögliche Schizophrenie entwickelt habe, ist zweifelhaft. - Solche Situationen kommen überall vor, ohne dass sie gleich befriedigt werden.

Das Grundproblem dieses Buches ist jedoch seine Beurteilung von Mann und Frau: Er versteht den Mann als Priester oder Arzt, als "höherer Vater", und dieser Mann ist das "Maß der Dinge". Im Gegensatz dazu ist die Frau minderwertig und hat eigentlich nichts zu sagen.

Als ich zum Kapitel "Die Entstehung des Heros" kam, war der Inhalt verwirrend. Miss Miller beschreibt eine nächtliche Szene, in der sie auf "den Herrn" wartet, dann kam jemand als Sphinx verkleidet in ägyptischer Aufmachung. Was darauf geschah, schreibt sie nicht; stattdessen erzählt sie von einem Azteken, der auf eine Frau wartet, die noch nicht geboren ist; vermutlich wartet er auf sie. C. G. Jung setzt diese Szene mit der Großen Mutter und Ödipus in Beziehung. Doch was haben die Große Mutter und Ödipus mit Miss Miller zu tun?

Diesen Sommer habe ich mit meiner Auseinandersetzung noch einmal von vorne angefangen. Zuerst habe ich Miss Miller zu Wort kommen lassen: Da ist die Rede von Kaviaressen und Ekel, von "gewissen Familienmitgliedern"! - Was geht da vor? Ist es nicht C. G. Jung, der Essen und Mund mit Sexualität assoziiert? - Kaviar, die kleinen schwarzen Kugeln aus dem Körper des Störs, einem Fisch, ein phallisches Symbol. - Miss Miller empfindet Ekel, nur für 1-2 Sekunden, um im nächsten Satz zu schreiben, dass er länger andauert. - Offensichtlich möchte sie etwas sagen und traut sich nicht. Als phantasiebegabter Mensch drückt sie sich in Metaphern aus. Aber C. G. Jung ignoriert ihre Darstellung und diskutiert stattdessen seine eigenen Themen.

Meine Aufgabe ist es, zu untersuchen, was Miss Miller geschrieben, und wie C. G. Jung dies interpretiert hat. Außerdem wurde mir klar, dass es in dem Buch nicht um den negativen Aspekt der Großen Mutter geht, sondern um den zerstörerischen Aspekt des Großen Vaters. Dies will ich mythologisch und historisch untermauern.

Weitere Aufsätze

Quellenangabe und Fussnote

+ Fussnote