AUFSÄTZE ZU EINER GANZHEITLICHEN THEOLOGIE

Esther Keller-Stocker

Die Göttin hinter der
biblischen Bundeslade

Kapitel 3

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Dreschplatz (Tenne) in Ägypten 19. Jh. aus wikimedia

3. Arawnah und David

Im Alten Testament ist die Pest in zwei Erzählungen (I. Sam. 5f.; II. Sam. 24) eng mit der Lade verknüpft. Beginnen wir mit II. Samuel 24:

3.1. II. Samuel 24

In II. Samuel 24 bricht der Zorn Jahwes unvermittelt und ohne Grund hervor. Er reizte David, die wehrpflichtigen Männer Israels zu zählen:

Und wieder entbrannte der Zorn des HERRN über Israel, und er reizte David auf gegen sie und sprach: Geh, zähle Israel und Juda. (V. 1)

Doch die Volkszählung war ein Sakrileg, und der Feldherr Joab weigerte sich vorerst, den Befehl Davids auszuführen. Zuletzt aber stand die Armee vor dem König, und er zählte die Männer. Kaum war die Zählung vorbei, bekennt David seine Sünde. Darauf sandte Jahwe Propheten Gad zu David und liess ihn zwischen drei Katastrophen wählen: Sieben Jahre Hunger im Land, drei Monate lang Flucht vor Feinden oder drei Tage Pest im Lande. David wählte das dritte Unheil. Prompt wütete die Pest drei Tage lang und tötete siebzigtausend Mann von Dan bis Beer-Scheba. Frauen und Kinder nicht mitgezählt. Weiter beabsichtigte Gott Jerusalem zu vernichten:

Und der Bote (des HERRN) führte seine Hand gegen Jerusalem, um es zu vernichten, dem HERRN aber tat das Unheil leid, und er sprach zu dem Boten, der Vernichtung brachte im Volk: Genug! Zieh jetzt deine Hand zurück! Der Bote des HERRN aber war gerade bei der Tenne von Arauna, dem Jebusiter (V. 16f.)

Da gereute Jahwe das Unheil und liess den Engel der Vernichtung innehalten genau vor der Tenne Araunahs, dem Jebusiter. - Im Text ist es nicht mehr Jahwe, der die Katastrophe vollzieht sondern ein Engel der Vernichtung (vgl. I. Chr. 21,15). Durch den Propheten Gad liess Jahwe dem David ausrichten: «Gehe hinauf zur Tenne Araunahs, des Jebusiter» (V. 18) und errichte dort einen Altar. König David ging zu Araunah, der ihm die Tenne mitsamt den Rindern schenken wollte.

Der Name Araunah ist auffällig. So meint Georg Hentschel (1), Araunah ist nicht semitisch. Statt eines Namens kann der Begriff auch einen sozialen Rang bezeichnen. Der Autor überlegt sich, wenn Araunah aus dem Hethitischen übernommen sei, lässt sich der Name mit der Gottheit Uruwana (indisch Varuna) vergleichen, er kann aber auch einfach «frei» bedeuten. Das Wort kann ebenso hurritisch für «Ari-wana» («Herr» oder «König») stehen. Dieser Vorschlag würde den schwierigen Satz V. 23 erklären, der etwa übersetzt wird:

Das alles übergibt Araunah, der König, dem König (II. Sam. 24,23).

David beharrte darauf, dem Araunah die Tenne und die Rinder für fünfzig Schekel Silber abzukaufen. Dann baute er den Altar für Jahwe und brachte Brand- und Heilsopfer dar: «Und Jahwe liess ab von der Plage über Israel (V. 18-25)». - Die Plage hörte also auf, weil auf der Tenne des Araunahs dem Jahwe geopfert wurde und nicht, weil die drei Tage des Unheils um waren. Später baute König Salomo auf diesem Platz den Jerusalemer Tempe (I. Kön. 6-8; I. Chr. 21).

3.2. Die Tenne

Fritz Stolz fragt sich, was in II. Sam. 24 mit grn („Tenne“) gemeint sei: ein offener Platz, der nur landwirtschaftlich genutzt wurde und somit kultisch jungfräulich war? Oder ist grn terminus technicus für eine Kultstätte? – Die Frage müsse offenbleiben. Eine weitere Frage ist, welcher Gott hier erschien? „El `äljon“ (der höchste Gott) oder ein anderer Gott? Er schreibt:

Wie ist der Name Arwna zu deuten? Es sind Etymologien versucht worden, die auf den hurritischen oder hethitischen Sprachraum verweisen. Es dürfte aber am leichtesten fallen, den Namen mit dem in der Götterliste des zwischen Subbiluliuma und Mattiwaza, dem Mitanni-Herrscher, abgeschlossenen Vertrages genannten Uruwna zusammenzubringen. Es handelt sich hierbei um den alten indogermanischen Himmelsgott, der in Indien als Varuna, in Griechenland als Uranos wiederkehrt (2).

Daraus folgert er, dass die Tenne Araunah grn aruna den altjebusitischen Kultplatz von Jerusalem bezeichne und folgert:

Es handelt hier um eine vorisraelitische Sagenfassung, in der nicht David der Kultgründer war sondern wohl eher der Jebusiter Araunah. Ursprünglich dürfte die Geschichte so geendet haben, dass Araunah den Pestengel auf dieser Tenne gesehen hatte und eilends einen Altar errichtete und der Gottheit sein Dreschvieh geopfert hatte. Mit der Übernahme des Heiligtums durch Israel wurde die Sage neu geschrieben und David als Kultgründer eingesetzt. Darauf weisen das Element der Eigentumsübertragung und das Zurücktreten Araunas. Die Erzählung legt viel Gewicht darauf, dass David ganz legal in den Besitz der Tenne gekommen ist und erweckt so den Eindruck, als ob David den Jahwegottesdienst in Jerusalem auf kultisch jungfräulichem Boden eingerichtet hätte. (3)

Archäologische Funde zeigen, dass auf dem Zion bereits vor David ein Tempel stand. Auch nimmt man an, dass in Jerusalem eine hethitische Oberschicht herrschte. Deshalb liegt es nahe, beim Namen Araunah auf die Sonnengöttin von Arinna zu schliessen (4).

Unter dem Stichwort «El» und «Dreschplatz» erwähnt Ingo Kottsieper (5) die ugaritische Danil-Tradition:

Da zudem die Danil-Tradition auf eine Erzählung zurückgeht, in der der Herrscher nicht im Palast, sondern im Kreis der Würdenträger am Tor oder auf dem Dreschplatz (1.17 V 6f.) seiner fürsorglichen Tätigkeit nachgeht, darf man vermuten, dass diese Beziehung zwischen El und Herrscher eine Herrscherideologie aufgreift, die nicht ursprünglich im Königtum der Stadtstaaten verwurzelt war, sondern vor dem Hintergrund des patriarchalischen Herrschaftsideals im Kontext von Klangemeinschaften zu verstehen ist, das natürlich auch auf das Königtum übertragen werden konnte.
[TUAT III/6, 1250ff.]; 1.17 V 4-8 [TUAT III/6, 1268])

Wenn Fritz Stolz betont, dass der Name Arawnah auf den hurritischen oder hethitischen Sprachraum verweise, dann kann bei «Arwna» nicht von El und nicht von «Varuna» die Rede sein, sondern explizit von Araunah, der Sonnengöttin von Arinna. Sie ist «der höchste Gott» (EI 'älion), die weibliche Staatsgöttin.

Im vorliegenden Text wird eine Erzählung über die Pest als Strafe Gottes mit der kultischen Übergabe des Königtums verbunden. Die Stichworte König - Militär - Pest – Strafe – Arawnah passen bestens in eine Situation des 14. Jh. v. Chr., als Grosskönig Šuppiluliuma I. mit seiner Armee die Pest von Syrien nach Anatolien einschleppte. Dort wütete die Krankheit 20 Jahre lang. Der Nachfolger Šuppiluliumas I., der jugendliche Grosskönig Mursilli II. wandte sich an die hethitischen Gottheiten, unter anderem an die Sonnengöttin von Arinna.

3.2.1. Die dreschende Anat

Wenn Fritz Stolz sich fragt, was mit grn (Tenne) zu verstehen sei (6), scheint mir die Frage für einen Religionswissenschaftler merkwürdig, zumal in dem – sonst so gerne zitierte - Ugarith eine dreschende Anat vorkommt: Nach dem Mythos von Ras Schamra (7) sucht Anat ihren Bruder Baal, der von Mot getötet wurde. Um Baal zu rächen, greift Anat den Gott Mot an.

Sie ergriff Mot beim Zipfel des Kleides, Sie fasste (ihn) am Saume des Mantels; Sie erhob ihre Stimme und rief: «Komm, Mot, gib mir meinen Bruder (zurück)!»

Da entgegnete Els Sohn, Mot: «Was verlangst du von mir, oh Jungfrau Anat»?

Mot ist der Gott der glühenden Sommerhitze. Im Herbst wird im kanaanäischen Agrarkult das Getreide auf der Tenne gedroschen und gemahlen. Dieser Vorgang wird im Kult auf die Götter Anat und Mot übertragen.

Beim zweiten Angriff heisst es:

Anat warrior Goddess


Sie packte ihn mit dem Schwerte, Sie worfelte ihn mit der Getreideschwinge, Sie röstete ihn am Feuer, Sie mahlte ihn in der Mühle, Sie streute seine Überreste auf das Feld. Nicht frassen die Vögel seine Glieder, Nicht verzehrten die Gefiederten die Überreste, eins nach dem andern (I AB, II,31-37)

 

Kriegsgöttin Anat*

Bei II. Samuel 24 änderte der exilische Redaktor die Geschichte nach seinem theologischen Interesse um: Nun soll David auf göttlichem Geheiss Jahwe einen Tempel bauen und ihm opfern. - Ob zur Zeit Davids Jahwe überhaupt verehrt worden war, ist nicht belegt (8). Bei der Tenne handelt es sich ursprünglich um den sakralen Platz von Jerusalem, um Zion, wo bereits vor Davids Ankunft ein Tempel einer Sonnengottheit stand. Othmar Keel schreibt:

Wie jede bronzezeitliche kanaanäische Stadt muss Jerusalem eines oder mehrere Heiligtümer besessen haben. Der Name Jerusalem «Gründung Schalems» (Morgenröte) suggeriert, dass dazu ein Heiligtum für den Kult einer Sonnengottheit gehörte. Auf kanaanäische Sonnenkulte in der Gegend von Jerusalem verweisen Namen wie Beth-Schemesch «Haus, Tempel des Sonnengottes» und «En-Schemesch» «Quelle des Sonnengottes (9).

Wie wir im 2. Kapitel gezeigt haben, wird auch die Sonnengöttin von Arinna als Šamaš bezeichnet. Der Name Arinna bedeutet «Stadt der Quelle». Für Jerusalem betont Othmar Keel, dass Quelle Gihon an mythische Tradtionen von Urflut und Endzeit gebunden war (10).

Sonnengöttin in Eflatunpinar

Die Sonnengöttin von Arinna in Eflatun Pinar*

In II. Samuel 24,20 heisst es:

Und Arauna hielt Ausschau und sah, dass der König mit seinen Dienern zu ihm herüberkam. Da ging Arauna hinaus und warf sich vor dem König zur Erde nieder auf sein Angesicht.

Da scheint ursprünglich eine kultische Handlung in Anlehnung an das ugaritische Ritual vollzogen worden zu sein. Der Jebusiter drischt wie Anat auf der Tenne und hält gleichzeitig Ausschau nach dem Geliebten der Göttin. Im ugaritischen Text heisst es:

Wie das Mutterschaf nach ihrem Lamme (I AB, II, 7f.) oder
Wie die Kuh nach ihrem Kalb sehnte (I AB, II, 28)

Hier geht es um eine göttliche «Mutter-Kind-Beziehung». In der Überghabe der Königsherrschaft vom Jebusiterkönig an David ist wohl eher an eine «Göttin und ihr Heros»-Motiv zu denken (11). Und da stellt sich beim Priesterkönig Arauna die Frage, ob es sich hier wirklich um einen Mann handelt oder doch eher um eine Priesterin-Königin? - Doch dies dürfte eher unwahrscheinlich sein, zumindest in unserer patriarchalen Theologie, wo der Grundsatz lautet:

MANN / MÄNNLICH = WAHR;  (frau, weiblich = unwahrscheinlich!)

Ein kleiner Hinweis, dass in vorisraelitischer Zeit die Mutter den König krönt, geht auch aus einer Inschrift von Abdi-Chepa von Jerusalem (um 1350 v. Chr.) hervor. Er betont in einer Inschrift, dass der ägyptische Pharao ihn als König von Jerusalem eingesetzt hatte und nicht Vater oder Mutter:

Siehe, mich hat weder mein Vater noch meine Mutter an diesem Ort eingesetzt, der mächtige Arm des Königs hat mich eingeführt in das Herrscherhaus meines Vaters (EA 286)

Abdi-Chepa «Diener der (Göttin) Ḫepa» (dt. Eva) ist ein hurritischer Name genau wie Abdi- Aširta (um 1380 v. Chr.), König von Amurru. 

Da es an den königlichen Höfen von Prinzen nur so wimmelte, gab es für einen ehrgeizigen Königssohn, der nicht für die Nachfolge vorgesehen war, nur zwei Lösungen: entweder er wartet, bis die Anwärter durch Krankheiten gestorben sind oder, wenn er es eilig hatte, tötet er sie gleich selber, wobei er höllisch aufpassen musste, nicht selber um die Ecke gebracht zu werden. Zur Zeit Amenophis III. und seinem Sohn Echnaton Mitte des 2. Jt. v. Chr. wurde Kanaan von Ägypten «lose kontrolliert» (13) und dabei eröffnete sich für ambitionierte Anführer eine dritte Möglichkeit. Sie eroberten ein Land oder einen Stadtstaat im ägyptischen Randgebiet und liessen sich vom Pharao als Beschützer ägyptischer Interessen legitimieren (14).

3.2.2. Das Hohelied

Zum Hinabsteigen Baals/Dods in die Unterwelt gibt es im alttestamentlichen Hohelied interessante Vorstellungen, die in der exilisch-nachexilischen Theologie in abgewandelter Form verwendet werden. Die Lieder gelten heute zwar als Sammlung von profanen Liebesgedichten (12), andererseits gehören sie zur Heiligen Schrift und haben demnach sakrale Bedeutung.

Im Hohenlied wird Baal auch Dod (דוד,«der Geliebte») genannt, so wie David (דוד) «Liebling») bedeutet (13). Aber auch Jahwe soll im 9. Jh. v. Chr. Dod genannt worden sein. So verkündet Mescha, der König der Moabiter nach einem Feldzug gegen Israel:

Mesha Stele

Und die Leute von Gad wohnten im Lande Atarot von jeher. Und der König von Israel hat für sich Atarot gebaut. Ich griff die Stadt an und nahm sie ein. Und ich tötete alles Volk (?) der Stadt als Opfer für Kemosch und für Moab. Und ich brachte von dort den Altar ihres (Gottes) Dod (= Geliebter) und schleppte ihn vor Kemosch in Qerjot. Und ich ließ dort die Leute von Scharon und die Leute von Maharot wohnen. Und Kemosch sprach zu mir: Geh, nimm Nebo (im Kampf) gegen Israel.

Mesha-Stele*

Wilhelm Wittekindt sieht im Hohelied eine Fruchtbarkeitsliturgie um die Göttin Ištar und ihrem irdischen Geliebten Dod, dem König. Kapitel 6 betrachtet der Autor als Todesliturgie des Baals-Dod. 

     a) Wohin ist dein Dôd gegangen, du Schönste der Frauen? (Vgl. 1,8)
     b) Wohin hat sich dein Dôd gewandt, dass wir ihn mit dir suchen?

Dod-Baal gibt zur Antwort:

V. 2a. Mein Dôd stieg in seinen Garten hinab zu den Balsambeeten,
       b. Zu weiden in (den Gärten?), Anemonen zu pflücken.
V. 3    Ich gehöre meinem Dôd, und mein Dôd mir
           (, der in den Anemonen weidet). (HL 6,2.3)

Baal-Dod wurde vom Todesgott Mot verschlungen (18) und steigt hinab in die Unterwelt (19). In der herbstlichen hat Anat Mot besiegt und Baal-Dod steigt hinauf auf den heiligen Berg. Ein solcher Aufzug wird auch in Hl. 3,6-11 geschildert:

Wer steigt da herauf aus der Trift in Säulen von Rauch, umduftet von Myrrhen und Weihrauch, von allerlei Gewürzstaub des Händlers? Siehe, das ist Salomos Sänfte, von sechzig Helden umgeben aus Israels Helden. Alle tragen sie Schwerter, sind geübt im Kampfe; ein jeder hat sein Schwert an der Seite gegen nächtlichen Schrecken . Einen Tragsessel liess sich der König machen aus Hölzern vom Libanon: die Füsse von Silber, die Lehne von Gold, der Sitz ein Purpurkissen, das Innere mit Ebenholz ausgelegt. Ihr Töchter Jerusalems, kommt heraus und beschaut den König in der Krone, mit der seine Mutter ihn krönte am Tag seiner Hochzeit, am Tag seiner Herzensfreude.

In Vers 6 erscheint der Aufzug Dods nach Jerusalem wie eine Rauchsäule, die aus der Wüste zum Heiligen Berg Zion hinaufzieht. In V. 7.9 wird Baal-Dod mit König Salomo identifiziert, der sich in einer Sänfte zur Geliebten hinauftragen lässt. Als Dod oben auf dem Zion angekommen war, findet die Hochzeit statt. Davor krönte ihn seine Mutter zum König.

Mit dem Baal-König ziehen auch sein Heer mit hinauf auf den Berg Zion:

Siehe, das ist die Sänfte Salomo,
von sechzig Helden umgeben aus Israels Helden.
Alle tragen sie Schwerter,
sind geübt im Kampfe;
ein jeder hat sein Schwert an der Seite
gegen nächtlichen Schrecken (Hl. 3,7f.)

Dort findet neben den Opferungen auch die Heilige Hochzeit statt, d.h. die sechzig Helden veranstalten mit den Hierodulen des Tempels (20, den Hieros Gamos (21).

Dass mit der Tenne ein kultischer Ort gemeint ist, geht auch aus II. Samuel 6 hervor: Dieser Priester/diese Priesterin (80) wurde bei der Tenne Nahors getötet, als er/sie die Gotteslade berührte.

Dann aber kamen sie zur Tenne des Nachon, und Ussa griff nach der Lade Gottes und hielt sie fest, denn die Rinder hatten sich losgerissen. (II. Sam. 6,6)

3.2.3. Die Tenne bei den Schriftpropheten

Der Schriftprophet Hosea projiziert die Göttin auf das Volk Israel und wettert:

Freue dich nicht, Israel, juble nicht wie die Völker, denn du hast Hurerei getrieben, bist deinem Gott fern. Den Hurenlohn hast du geliebt, wo immer Getreide gedroschen wurde. Dreschplatz und Kelter werden sie nicht ernähren, und der Wein wird sie im Stich lassen. Sie werden nicht im Land des HERRN bleiben, und Efraim wird zurückkehren nach Ägypten, und in Assur werden sie essen, was unrein ist. Sie werden keinen Wein ausgiessen für den HERRN1 und ihm ihre Schlachtopfer nicht darbringen. Diese sind für sie wie Trauerbrot, alle, die es essen, machen sich unrein, denn für sie selbst ist ihr Brot bestimmt, in das Haus des HERRN gelangt es nicht. Was werdet ihr tun am Tag der Festversammlung und am Tag des Fests des HERRN? (Hosea 9,1-5)

Statt statt dem Menschenopfer (II. Sam. 6,6) soll das Volk Israel sich zerstreuen wie der Spreu von der Tenne:

Wenn Ephraim redete, so erzitterte man; hoch erhaben war es in Israel. Da verschuldete es sich durch den Baal und - starb. Und nun fahren sie fort zu sündigen; sie machen sich Gussbilder aus ihrem Silber, Götzen nach ihrem Bilde; Machwerk von Schmieden ist alles. Ihnen, sagen sie, bringt Opfer dar! Menschen sollen Kälber küssen! 3. Darum sollen sie werden gleich der Morgenwolke und wie der Tau, der bald verschwindet, wie Spreu, die von der Tenne verweht wir, und wie Rauch aus der Luke. (Hosea 3,1-3)

Beim Prophet Micha drischt die Tochter Zion anstelle der Göttin viele Völker:

Steh auf und drisch, Tochter Zion, denn ich mache dir eiserne Hörner und Hufe von Erz, dass du viele Völker zermalmst und «weihst» ihren Gewinn dem Jahwe und ihren Reichtum dem Adon der ganzen Erde. (Micha 4,12f.)

«Weihen» - «Gewinn» erinnert an II. Kön. 12, wo «Aaron» als Spesenkasse für den Qedesenlohn gedacht ist - Darüber später.

Beim Prophet Joel (Kap. 2) übernimmt Jahwe die Fruchtbarkeit des Volkes:

Sei ohne Furcht, Acker, frohlocke und freue dich; denn der Herr hat Grosses getan (V. 21)

Fürchtet euch nicht, ihr Tiere des Feldes; denn neu grünen die Auen der Trift, die Bäume tragen ihre Frucht, Feigenbaum und Weinstock geben vollen Ertrag. (V. 22)

Und ihr Kinder Zions, frohlocket und freuet euch über den Herrn, euren Gott! Denn er hat euch Nahrung gegeben zum Heil und euch Regen gesandt, Herbstregen und Frühjahrsregen wie vordem. Da werden die Tennen sich füllen mit Korn und die Keltern überfliessen von Wein und Öl. (V. 23f.)

Hier kling die Göttin noch leise an in: Sei ohne Furcht, Acker, frohlocke und freue dich; denn der Herr hat Grosses getan. Der Gewittergott, der Jahwe einmal war, erscheint hier in gewandelter Form, denn jetzt macht Jahwe den Herbst- und Frühlingsregen. Der einstige Fruchtbarkeitsritus ist völlig rationalisiert. «Rationalisiert» heist konkret: Es lebt der Mythos vom MANN, vom SCHÖPFER und EWIGEM MACHER!

Fazit: Die Tenne, der Dreschplatz war ursprünglich ein kultischer Ort, wo alte Ackerriten vollzogen wurden. Diese bestanden aus dem Hieros Gamos, Menschenopfer, und das Einsetzen des Königs als irdischer Sohn der Göttin.

3.3. Der Name Arawnah

Der Begriff Arawna wird in II. Samuel 24 unterschiedlich geschrieben:

V. 16 Ha-awarnah, also Awarnah mit Artikel
V. 18 arania
V. 20a arawnah
V. 20b arawnah
V. 21 arawnah
V. 22 arawnah
V. 23a arawnah
V. 23b arawnah
V. 24 arawnah
I. Chr. 21,15: Arnan oder Ornan (23).

Mehrheitlich wird im Text Arawnah geschrieben, also mit waw unpunktiert. Waw punktiert wird zu u oder o. Demnach kann der Name auch Aronah oder Arunah heissen. Der Priester-König/die Priester-Königin heisst also genau gleich wie die «Lade» (Ha-Araron». Die Auffälligkeit zwischen den beiden Bezeichnungen lässt den Schluss zu, dass die Lade Aaron und der der Name Arawnah den gleichen Ursprung haben, nämlich die Sonnengöttin von Arinna.

Wie Othmar Keel betont, stand schon vor dem Jerusalemer Tempel, den Salomo errichtet hatte, der Tempel einer «Sonnengottheit» (24). Er denkt an die hurritisch-hethitische Chepa vom Typ der Aschirat/Aschera. Doch der Name Chepa (Ḫepa) ist in Arawna nicht enthalten, sondern die
«(Sonnengöttin von) Arinna», die im 13. Jahrhundert v. Chr. mit Ḫepa gleichgesetzt wurde.

Fritz Stolz schreibt zu Arawnah:

Eine weitere Figur, hinter der man eine hervorragende jebusitische Persönlichkeit vermutete, ist Arawna, der nach II. Sam. 24 dem Eroberer David seine Tenne als zukünftigen Tempelplatz verkaufte. Die Komposition des ganzen Kapitels ist undurchsichtig.... Einleuchtend ist die These, dass ein ursprünglich eigenständiges Motiv, für welches jebusitische Entstehung vorausgesetzt werden kann, von der Erscheinung eines Gottes (der später ‚Engel Jahwes‘ degradiert wurde) auf der ‚Tenne Arawnas‘ berichtete (25).

«Der Engel Jahwes» geht auf einen Gott zurück, der nicht Jahwe war (26). Diesen Engel konnte nur die Gottheit Arawnah stoppen. Zum Namen des Jebusiters fragt sich Fritz Stolz, was er bedeuten möge:

Wie ist der Name ארונה zu deuten? Es sind Etymologien versucht worden, die auf den hurritischen oder hethitischen Sprachraum verweisen (27). Es dürfte aber am leichtesten fallen, den Namen mit dem in der Götterliste des zwischen Šubbiluliuma und Mattiwaza, dem Mittani-Herrscher, abgeschlossenen Vertrages genannten Uruwna zusammenzubringen. Es handelt sich hierbei um den alten indogermanischen Himmelsgott, der in Indien als Varuna, in Griechenland als Uranos wiederkehrt.

Fritz Stolz setzt mit anderen Fachmännern voraus, dass in Palästina ein indogermanischer Himmelsgott existierte. Exegeten setzen heute «indogermanisch» mit «hethitisch» gleich. Doch die Hethiter waren keine Indogermanen sondern ein gut altorientalischer Völkermix. Auch waren «Mithra» und «Varuna» keine genuin hethitisch-hattische Götter.

Beim «indogermanischen Vertrag», den Fritz Stolz in Bezug auf II. Samuel 24 erwähnt, handelt es sich um einen Vasallenvertrag zwischen dem Hethiterkönig Šuppiluliuma I. (1355-1320) und Šattiwazza oder Mattiwaza (1350 bis 1320 v. Chr.) je nach Lesart. Šuppiluliuma I. hatte in mehreren Feldzügen das hurritische Mitannireich zerstört und setzte Šattiwazza als Vasallenkönig im übrig geblieben Gebiet von Mitanni oder Habilgalbat, wie es die Assyrer nannten. Der Vertrag zwischen Suppiluliuma I. und Sattiwazza/Mattiwaza beginnt mit:

The Sun-god of Heaven, the Sun-goddess of Arinna, the Storm-god of Heaven the Hattian Storm-god, Seris (and) Hurris, Mount Nanni (and) Mount Hazzi , ….

Der Vertrag wurde von den Hethitern zu Füssen der Sonnengöttin von Arinna deponiert:

A duplicate of this tablet has been deposited before the Sun goddess of Arinna, because the Sun goddess of Arinna regulates Kingship and Queenship. (ANET, 5) (29).

Im stark verkleinerten Mitannireich dagegen bewachte der Gott Tesub das Duplikat:

In the Mitanni land (a duplicate) has been deposited before Tesub,
the Lord of the Kurinnu of Kahat.

Dann folgt eine lange Liste von Götternamen, die den Vertrag besiegelt sollten. Und ganz zum Schluss – wirklich am Schluss - tauchen die Namen Varuna und Mithra auf. Der Text lautet transkribiert:

  1. DINGIRmes Mi-it-ra-as-si-il
    DINGIRmes U-ru-un-na-as-si-el
  2. 2. DINGIRmes Mi-it-ra-as-si-il
    DINGIRmes A-ru-na-as-si-il
    d-In-da-ra DINGIRmes Na-sa-at-ti-ia-an-na

Der Vertrag wurde in einer mit der Sprache nicht kompatiblen Schrift verfasst, sodass Wiederholungen von Wortelementen unvermeidlich waren (30). Die sich wiederholenden Elemente können gestrichen werden.

Auch Karl Jaros freut sich über die Entdeckung der vedischen, also indischen Götter, die am Schluss dieses Vertrages auftauchen und schreibt:

Nach Ablösung der mittanischen Elemente (-ssil,-nna), sind das vedische Götterpaar Mitra und Varuna, der vedische Gott Indra und die Götterzwillinge Nasatya zu erkennen (31).

So wie ich das sehe, sind die Namen Mithras und Uruna doppelt aufgelistet, wobei Uruna das zweite Mal mit Aruna gleichgesetzt wird, also mit der Sonnengöttin von Arinna, die als Hauptgöttin am Anfang des Vertrags steht. Ausserdem wird in anderen Texten Mezzulla, die Tochter der Sonnengöttin von Arinna «Mezulla von Urauna» genannt. Dabei ist mit Urauna ist eine Stadt gemeint (32). Vielleicht geht auch der griechische Begriff Urania „die Himmlische“ auf Arinna zurück? So ist Urania der Beiname verschiedener griechischen Göttinnen, etwa Aphrodite Urania (33).

Was Varuna und Mithra betrifft, so waren diese Gottheit nach Jean Przyluski ursprünglich weibliche Gottheiten. Er schreibt:

Nach Herodot (I,131) heiss Aphrodite bei den Persern Mithra. Es scheint mithin, dass der iranische Mithra aus einer Verschmelzung der Göttin-Mutter mit dem indisch-iranischen Gott Mithra hervorging. Herodot erzählt an der gleichen Stelle, dass die Perser von Assyrern und Arabern den Brauch übernahmen, der Urania zu opfern. Diese Urania entspricht zweifellos der Göttin, die bei den Indern Varuna hiess (34).

 3.4. Suppiluliuma I. und die Pest

Zu II. Samuel 24 geht Fritz Stolz davon aus, dass es bei diesem Text ursprünglich um die Einsetzung Arawnas als König von Jerusalem ging und erst nachträglich die Gründungsgeschichte mit David. Dabei haben wir gesehen, dass der Name Arawnah von mehreren Exegeten mit Šuppiluliuma im 14. Jh. in Verbindung gebracht wird. Zu diesem hethitischen Grosskönig und seiner Zeit passt auch das Motiv «Pest»: Suppiluliuma I. kämpfte in Syrien gegen eine antik-hethitische Alliance verschiedener Kleinfürsten (35). Sein Ziel war aber, das hurritische Mitanni-Reich zu erobern.

Seals Suppiluliuma I.

Royal Seals with inscriptions of Suppiluliuma I. (36)

Ankhesenpaaten

Mitten in den Kämpfen erreichte Suppiluliuma I. eine Nachricht von Ägypten. Da schrieb ihm die Witwe des verstorbenen jugendlichen Pharaos Tutanchamun, er möge ihr einen seiner vielen Söhne schicken. Dieser Sohn soll ihr Gemahl und zukünftiger Pharao werden. Nach langem Hin- und Her schickte der hethitische Grosskönig seinen Sohn Zannanza nach Ägypten. Der hethitische Prinz wurde auf der Reise nach Ägypten getötet.                    Armarna era statuette head (37)

 

Seal Suppiluliuma and TawannaUm sich zu rächen griff Suppiluliuma I. ägyptische Garnisonen südlich von Kades an und liess – wie üblich – die Kriegsgefangene nach Anatolien bringen. Doch unter den Gefangenen grassierte die Pest, die wie ein Lauffeuer die Menschen Anatoliens dahinraffte. Zwanzig Jahre dauerte die Krankheit in Anatolien.

Šuppiluliuma and Tawananna’s Seal (38)

Auch Suppiluliuma I. und der nächste hethitische Grosskönig Arnuwanda fielen der Krankheit zum Opfer. Dann folgte der jugendliche Muršili II. auf den Thron. Er sieht die Ursache der Epidemie bei den Sünden seines Vaters, die er vor allem vor dem Wettergott ausbreitete (39) und klagte vor den Gottheiten in Arinna. Trevor Bryce interpretiert die deutsche Interlinarübersetzung wie folgt:

What have you done, o Gods? You have allowed a plague to enter the land of Hatti and all of it is dying! Now there is no-one to prepare food and drink offerings for you. No-one reaps or sows the god’s fields, for the sowers and reapers are all dead! The mill women who used to make the bread of the gods are all dead! All the corrals and shee pfolds from which cattle and sheep were chosen for sacrifice are empty, for the cowherds and shepherds are all dead! …. (KUB XXIV3 and duplics CTH 376) (40)

Was für ein Unterschied zwischen diesem verzweifelten Gebet und II. Samuel 24, wo knapp von ein paar Tausend Pesttoten die Rede ist.

Literaturhinweise

  1. Georg Hentschel, «Arauna», April 2009 in bibelwissenschaft.de
  2. So etwa auch Eckart Otto, das antike Jerusalem, S. 51; Karl Janos, Sichem, S. 119
  3. Fritz Stolz, Strukturen und Figuren im Kult von Jerusalem, S. 9f.; das erste und zweite Buch Samuel, S. 300
  4. Othmar Keel, Jerusalem und der eine Gott, S. 53
  5. Ingo Kottsieper, «El» in bibelwissenschaft.de, April 2013
  6. Fritz Stolz, Strukturen und Figuren im Kult von Jerusalem, S. 9f.
  7. nach Die Mythologischen und kultischen Texte aus Ras Schamra, übersetzt von J. Aistleitner, Bibliotheca Orientalis Hungarica VIII, Budapest, 1959
  8. Martin Rose, Jahwe - Zum Streit um den alttestamentlichen Gottesnamen, S. 24f.
  9. Othmar Keel, Jerusalem und der eine Gott, S. 43
  10. Othmar Keel, Jerusalem und der eine Gott, S. 23
  11. Etwa Heide Göttner-Abendroth, Die Göttin und ihr Heros
  12. wikipedia «Abdi-Hepa» (Diener der Göttin Hepa, dt. Eva), 04.09.2018
  13. Wikipedia, Kanaan, 02.06.2019
  14. Beispiel Abdi-Ashirta bei Trevor Bryce, The Kingdom of the Hittites, p. 168ff.
  15. Othmar Keel, das Hohelied; vgl. Martti Nissinen, die Heilige Hochzeit und das Hohelied, 1/2006 in www.lectio.unibe.ch
  16. Alexander Achilles Fischer, David, in bibelwissenschaft.de, Jan. 2009
  17. Mescha-Stele in wikipedia, 1. Juli 2019
  18. J. Aisleitner, die mythologischen und kultischen Texte aus Ras Schamra, Bibliotheca Orientalis Hungarica VIII, Budapest, 1959
  19. W. Wittekindt, Das Hohe Lied und seine Beziehung zum Istarkult,
    S. 171f.
  20. Das Hohe Lied; vgl. auch Ri. 6,37, ein Tauzauber, der im Istarkult gesehen wird: vgl. Robert Eisler, Weltenmantel und Himmelszelt, S. 81; vgl. auch meine Interpretationen zu II. Sam. 6 (darin: I. Sam. 9; I. Sam. 14
  21. W. Wittekindt, Das Hohe Lied und seine Beziehung zum Ištarkult, 1925, S. 127ff.; vgl. Hinweis von Mircea Eliade, Kosmos und Geschichte, S. 74: Es war Brauch, dass anlässlich des jom ha-kippurim (identisch mit Neujahrsfeiertag) die jungen Mädchen sich vor die Stadtgrenzen hinausbegaben, um zu tanzen und sich zu belustigen; bei dieser Gelegenheit wurden auch die Heiraten ins Werk gesetzt. Am gleichen Tage aber duldete man auch eine Menge von Ausschreitungen, die manchmal sogar orgiastische Formen annahmen und uns sehr wohl an die letzte Phase des akîtu erinnern können
  22. Vgl. meine Interpretation zu II. Samuel 6
  23. «Ornan» in der Luther Bibel und Zürcher Bibel
  24. Othmar Keel, Jerusalem und der eine Gott, S. 43
  25. Fritz Stolz, Strukturen und Figuren im Kult von Jerusalem, S. 9f.
  26. Für Fritz Stolz sind Götter immer männlich. Im ‚seltenen‘ Falle, wo er weibliche Götter nennen muss, sind sie in den Fussnoten angefügt. So sind die Fussnoten manchmal länger als der eigentliche Text.
  27. vgl. Kapitel 2
  28. ANET, S. 205
  29. ANET = Ancient Near Eastern Texts Relating to the Old Testament, edited by James B. Pritchard, 3rd edition 1969.
  30. Dazu G. Heinrichs, Einführung in die hethitische Schrift, S. 7
  31. Karl Janos, Sichem, S. 119
  32. Volkert Haas, Geschichte der hethitischen Religion, S. 427.474
  33. Wikipedia Urania
  34. Eranos-Jb. 1938, S. 50
  35. Trevor Bryce, The Kingdom of the Hittites, p. 161
  36. in «From Pictograph to Pictogram: The Solarization of Kingship in Syro-Anatolia and Assyria» von Beate Pongratz-Leisten in «Cultures in Contact – From Mesopotamia to the Mediterranean in the Second Millennium B.C»
  37. Armarna era statuette head, thought to represent Ankhesenpaaten, sister and wife of Tutankhamun, aus wikipedia.org
  38. Claude-Frédéric Schaeffer and Amand. Ugaritica III. 1956. Bild aus «The Role of Women in Politics in Hittite Society” von Yildirim Idil, 06.07.2012
  39. Text aus www.hethport.uni-wuerzburg.de
  40. Trevor Bryce, Life and Society in the Hittite World, p. 78; deutsche Interlinarübersetzung in www. hethport.uni-wuerzburg.de

Bildnachweis

  • Bild: Dreschplatz (Tenne) in Ägypten, 19. Jahrhundert
    aus wikimedia.org
  • Warrior Goddess Anat, ägyptische Darstellung, wikimedia.org
  • Die Sonnengöttin von Arinna in Eflatun Pinar, hittitemonuments.com
  • Circa 1891 photograph of the 9th century BC Mesha Stele, inscribed in the Moabite language by King Mesha of Moab aus wikimedia.org

Text und Design: Esther Keller-Stocker, Schweiz, 09.09.2019

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